
Warum Bewegung am Pferd Kindern mit ADHS hilft
Wenn die Diagnose ADHS kommt, oft im Vor- oder Grundschulalter, ist das für viele Familien zunächst ein Schlag, auch wenn sich vieles schon länger angedeutet hat. Häufig ist bereits einiges in Bewegung: Ergotherapie, Elterntraining, ein gutes Kinderarztteam. Was vielen Kindern im Alltag fehlt, ist ein Raum, in dem sie einfach nur sie selbst sein dürfen, ohne dass ihnen alle paar Minuten jemand sagt, sie sollen stillsitzen.
- Bewegung statt Stillsitzen: das Pferd nimmt den Bewegungsdrang auf.
- Klare, ruhige Struktur ohne ständige Ermahnungen.
- Echte Erfolgserlebnisse stärken das Selbstwertgefühl.
Genau hier kann der Stall etwas bieten, was andere Settings nur schwer leisten. Viele Kinder mit ADHS sind anfangs skeptisch und blühen dann auf. Ein ruhiges Pony oder ein gelassener Haflinger lässt sich putzen, langsam und konzentriert, ohne dass das Kind aufspringt. Eine gute Reittherapeutin sagt dem Kind nicht ständig, was es falsch macht, sondern was das Pferd gerade von ihm braucht. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Als Reittherapeutin arbeite ich seit vielen Jahren mit diesen Kindern, und auch privat sind mir die Themen rund um ADHS nicht fremd. Trotzdem will ich Sie nicht mit einem Werbetext begrüßen. Reittherapie ist nicht die Lösung für ADHS. Sie ist eine mögliche Ergänzung, abhängig vom Kind, vom Therapeuten und vom Pferd. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, einzuschätzen, ob das für Ihre Familie ein Weg sein könnte.
Was ADHS eigentlich ist (kurz und elternverständlich)
ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. In der Praxis sehe ich drei häufige Ausprägungen: das vorwiegend unaufmerksame Kind, das träumerisch wirkt und Aufgaben nicht zu Ende bringt, das vorwiegend hyperaktiv-impulsive Kind, das nicht stillsitzen kann und sofort reagiert, und den kombinierten Typ, bei dem beides zusammenkommt.
Die Diagnose stellt in der Regel ein Kinder- und Jugendpsychiater (KJP) oder eine Sozialpädiatrische Ambulanz. Dazu gehören Gespräche, standardisierte Fragebogen für Eltern und Lehrer, oft auch eine körperliche Untersuchung, um andere Ursachen auszuschließen. Bis Sie einen Termin bekommen, dauert es leider häufig Monate.
Wichtig für das Verständnis: ADHS ist keine Erziehungsfrage. Es ist eine neurobiologische Besonderheit, bei der die Reizverarbeitung im Gehirn anders abläuft. Kinder mit ADHS sind nicht ungezogen, sie haben in vielen Situationen schlicht keinen Schalter, mit dem sie sich beruhigen können.
Was häufig dazukommt: Schlafprobleme, Schwierigkeiten mit Freundschaften, schulische Lernblockaden, niedriges Selbstwertgefühl (weil das Kind ständig negative Rückmeldungen bekommt), manchmal auch Ängste oder depressive Verstimmungen. Viele Kinder mit ADHS sagen irgendwann Sätze wie "Ich bin der Blöde in der Klasse". Solche Aussagen treffen Eltern tief und zeigen, wie sehr das Selbstbild leiden kann.
Was Reittherapie bei ADHS leisten kann
Ich formuliere jetzt vorsichtig, weil ich keine Heilversprechen mache und weil ich aus vielen Jahren Praxis weiß: jedes Kind reagiert anders. Was ich beschreibe, sind Effekte, die ich häufig sehe und die auch in der Fachliteratur diskutiert werden. Garantien gibt es nicht.

Bewegungsregulation durch das Pferd
Ein Pferd geht im Schritt mit etwa 100 bis 120 Bewegungsimpulsen pro Minute. Diese Bewegung überträgt sich auf das Becken und den Rumpf des Kindes. Für ein hyperaktives Kind ist das eine Form von rhythmischer, gleichmäßiger Stimulation, die häufig beruhigend wirkt. Eltern berichten, dass ihre Kinder nach einer Reitstunde "wie ausgewechselt" sind, manche schlafen abends besser.
Konzentration über längere Zeiträume
Ein Pferd verlangt Aufmerksamkeit, sonst funktioniert die Kommunikation nicht. Wenn ein Kind das Pferd führen will, muss es auf dessen Körpersprache achten, sonst bleibt das Pferd stehen. Diese Form von Konzentration ist nicht abstrakt wie ein Arbeitsblatt, sondern unmittelbar konsequent. Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass viele ADHS-Kinder hier deutlich länger fokussiert bleiben als am Schreibtisch.
Selbstwirksamkeitsgefühl
ADHS-Kinder hören im Alltag viel "Nein", "Lass das", "Nicht so". Im Stall erleben sie sich oft zum ersten Mal als jemand, der etwas Großes bewegt, im wörtlichen Sinn. Ein 500-Kilo-Tier hört auf das, was sie tun. Das ist ein Erfolgserlebnis, das in Schule und Alltag häufig fehlt.
Beziehungslernen ohne Worte
Pferde lesen Stimmungen sofort. Wenn ein Kind aufgekratzt ist, wird das Pferd unruhig. Wenn es ruhig wird, beruhigt sich auch das Pferd. Diese Rückkopplung ist ehrlicher als jede menschliche Reaktion und kommt ohne Bewertung aus. Für Kinder, die sozial oft anecken, ist das eine wichtige Erfahrung.
Impulskontrolle üben
Wer ein Pferd putzt, kann nicht schnell-schnell. Wer aufsteigen will, muss warten, bis das Tier ruhig steht. Diese kleinen Wartemomente sind im echten Leben Übungen in Impulskontrolle, eingebettet in eine Situation, die das Kind aushalten kann, weil es das Pferd will.
Ein 500-Kilo-Tier hört auf das, was sie tun. Das ist ein Erfolgserlebnis, das in Schule und Alltag häufig fehlt.
Was ich nicht sage: Reittherapie macht ADHS weg. ADHS bleibt. Was sich verändern kann, sind Strategien, Selbstbild, Belastbarkeit der Familie. Das ist viel, aber es ist nicht alles.
Wie eine Stunde bei uns abläuft
Eine Reittherapiestunde dauert in meiner Praxis 45 bis 60 Minuten und beginnt nicht im Sattel. Das Kind kommt an, wir gehen gemeinsam zum Pferd, manchmal sprechen wir kurz darüber, wie der Tag war. Bei ADHS-Kindern halte ich diesen Einstieg bewusst ruhig, ohne viele Worte. Wer mit hochaufgeregter Energie in den Stall kommt, soll die Chance haben, anzukommen.

Dann holen wir das Pferd. Schon das ist Therapie, auch wenn es so aussieht, als wäre es nur Vorbereitung. Das Kind lernt, eine Halfter richtig anzulegen, das Pferd zu führen, im sicheren Abstand zu bleiben. Putzen ist ein wichtiger Teil. Ich beobachte hier viel: Wie lange hält das Kind die Konzentration? Wo wird es ungeduldig? Was hilft, damit es ruhiger wird?
Erst danach kommt das Reiten oder Voltigieren. Bei jüngeren Kindern arbeite ich oft an der Longe, das heißt, ich führe das Pferd, das Kind sitzt oben und kann sich auf die Bewegung einlassen, ohne lenken zu müssen. Wir machen Übungen: Augen schließen und die Schrittbewegung spüren, rücklings sitzen, mit ausgestreckten Armen balancieren. Diese Übungen schulen die Körperwahrnehmung und die Konzentration zugleich.
Ältere Kinder lernen, das Pferd selbst zu lenken. Sie geben Hilfen mit Beinen, Sitz und Zügeln. Wenn das nicht klappt, geht das Pferd nicht dahin, wo sie hin wollen. Das ist Frust, aber Frust mit Lösung. Wir besprechen, woran es lag, und probieren es noch einmal.
Am Ende führen wir das Pferd zurück, bedanken uns, räumen Putzzeug weg. Das ist nicht Folklore. Für Kinder mit Impulskontrollproblemen ist dieses geordnete Beenden eine eigene Übung.
Ich sehe meine Schützlinge meist einmal pro Woche, manchmal alle zwei Wochen. Effekte zeigen sich erfahrungsgemäß nach drei bis sechs Monaten. Vorher kann man sagen, ob das Setting passt, aber nicht, ob es nachhaltig wirkt.
Was Reittherapie nicht ersetzt
Das ist mir besonders wichtig, weil ich immer wieder erlebe, dass Eltern aus Verzweiflung hoffen, das Pferd löse alles. Es löst nicht alles.
- Medikation. Wenn ein KJP Methylphenidat oder ein vergleichbares Medikament empfiehlt, ist das eine Entscheidung, die in das Behandlungsgespräch zwischen Eltern, Kind und Facharzt gehört. Reittherapie ist kein Argument gegen Medikation und kein Ersatz für sie. Manche Kinder profitieren erst dann von Reittherapie richtig, wenn sie medikamentös besser eingestellt sind, weil sie die Stunde dann erst aufnehmen können.
- Ergotherapie. Wenn es um Feinmotorik, Konzentration am Tisch, Handlungsplanung geht, ist Ergotherapie weiterhin wichtig. Reittherapie ergänzt, sie ersetzt nicht.
- Psychotherapie. Bei Kindern mit ADHS und zusätzlichen Ängsten, Depressionen oder Traumafolgen ist eine kassenfinanzierte Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie oft der wichtigste Behandlungsbaustein.
- Schulische Hilfen. Nachteilsausgleich, Schulbegleitung, Förderunterricht: das sind eigene Schienen, die über Schule und Jugendamt laufen. Reittherapie hilft nicht direkt bei Mathe.
- Elterntraining und Familiengespräche. Vieles, was ADHS-Familien belastet, ist Konfliktdynamik zuhause. Daran arbeitet man am besten gemeinsam mit einer Familientherapie oder einer Elterngruppe.
Reittherapie ist ein zusätzlicher Raum, kein Ersatzraum.
Reittherapie ist nicht die Lösung für ADHS. Sie ist eine mögliche Ergänzung, abhängig vom Kind, vom Therapeuten und vom Pferd.
Welche Disziplin passt bei ADHS
Hier wird es etwas fachlich, aber es ist wichtig, weil die Begriffe in Deutschland nicht eindeutig geschützt sind. Genaueres im Glossar.
Heilpädagogisches Reiten (HpR/HpV)
Heilpädagogisches Reiten / Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd (HpR/HpV) ist bei ADHS in der Regel der passende Weg. Hier arbeiten Heilpädagogen, Sozialpädagogen oder Erzieher mit Zusatzausbildung mit dem Pferd. Schwerpunkt ist nicht das Reiten an sich, sondern die pädagogische und entwicklungsfördernde Arbeit mit Hilfe des Pferdes. Das passt zur Indikation ADHS sehr gut, weil es um Selbstregulation, soziale Fähigkeiten und Selbstwert geht, weniger um körperliche Defizite.
Reittherapie im engeren Sinn
Reittherapie im engeren Sinn wird in der Regel von Therapeuten mit psychotherapeutischer oder psychologischer Grundausbildung angeboten. Bei ADHS mit deutlichen psychischen Begleitsymptomen, etwa Ängsten, depressiven Phasen oder Traumafolgen, kann das die richtige Wahl sein.
Hippotherapie
Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Behandlung auf neurologischer Indikation. Sie wird in der Regel nicht bei ADHS eingesetzt, weil ADHS keine motorisch-neurologische Störung im engeren Sinn ist.
Reitpädagogik
Reitpädagogik ist keine Therapieform. Sie kann Spaß machen und das Selbstwertgefühl stärken, aber sie wird nicht von Jugendamt oder Sozialamt anerkannt.
Mein praktischer Tipp: Achten Sie auf die Qualifikation. Bei HpR ist eine Zusatzausbildung beim Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) oder einer vergleichbaren Institution ein guter Anhaltspunkt. Fragen Sie nach Praxiserfahrung gerade mit ADHS-Kindern, das macht einen Unterschied.
Wer zahlt das
Die kurze Antwort: die Krankenkasse leider nicht. Die längere Antwort steht in unserem Erstattungs-Guide, bitte lesen Sie den, bevor Sie loslegen.
Bei ADHS ist der häufigste Weg die Eingliederungshilfe nach SGB VIII Paragraph 35a über das Jugendamt. Das ist der Weg, der bei vielen Familien funktioniert. Voraussetzung ist, dass eine seelische Behinderung droht oder besteht. Bei ADHS mit deutlichen Folgen in Schule, Familie und Sozialleben ist das fachärztlich begründbar.
Sie brauchen dafür: eine Stellungnahme des Kinder- und Jugendpsychiaters, in der nicht nur die Diagnose, sondern auch die Empfehlung der Reittherapie als geeignete Maßnahme begründet ist, einen Antrag beim Jugendamt, ein Hilfeplangespräch, gegebenenfalls einen Kostenvoranschlag der Reittherapeutin oder des Reittherapeuten.
Rechnen Sie mit drei bis sechs Monaten bis zur Bewilligung. In vielen Fällen dauert es etwa vier Monate.

Wie finde ich den richtigen Anbieter
In unserem Verzeichnis können Sie nach Indikation "ADHS" und nach Disziplin filtern. Sie sehen direkt, welche Anbieter mit ADHS-Kindern Erfahrung haben, welche Qualifikation sie mitbringen, ob sie Atteste für das Jugendamt ausstellen und in welchem Umkreis sie arbeiten.
Was ich Eltern immer rate: Machen Sie einen Schnuppertermin, bevor Sie sich festlegen. Lassen Sie Ihr Kind das Pferd und die Therapeutin oder den Therapeuten kennenlernen. Achten Sie weniger auf glänzende Webseiten als darauf, wie das Kind im Stall reagiert. Manche Kinder kommen mit großen Warmblutpferden klar, andere brauchen einen ruhigen Haflinger. Manche Therapeuten arbeiten direktiv, andere sehr offen. Beides hat seinen Wert, aber es muss zu Ihrem Kind passen.
- Wie viele ADHS-Kinder betreuen Sie aktuell?
- Wie gehen Sie mit Impulsdurchbrüchen um?
- Was passiert, wenn mein Kind einen schlechten Tag hat?
Therapeuten, die hier konkret antworten können, haben Erfahrung.
Reittherapeut*innen mit ADHS-Erfahrung finden
Im Verzeichnis sehen Sie auf einen Blick, wer Erfahrung mit ADHS-Kindern mitbringt, welche Qualifikation vorliegt und ob Atteste für die Eingliederungshilfe ausgestellt werden.
Reittherapeut*innen mit ADHS-Erfahrung findenHäufige Fragen
Ab welchem Alter ist Reittherapie bei ADHS sinnvoll? In meiner Praxis arbeite ich mit Kindern ab etwa fünf Jahren. Früher ist es eher Pferdekontakt und Spiel, ab Schulalter lässt sich gezielter fördern. Es gibt auch Angebote für Jugendliche und Erwachsene mit ADHS.
Mein Kind hat Angst vor großen Tieren. Geht das trotzdem? Das muss man behutsam ausprobieren. Manche Kinder mit anfänglicher Angst werden zu den größten Pferdefans, andere kommen nie zum Pferd in echtes Vertrauen. Erzwingen sollte man nichts. Eine gute Reittherapeutin oder ein guter Reittherapeut arbeitet sich Schritt für Schritt heran, oft zunächst mit Ponys oder Eseln.
Wie häufig muss mein Kind kommen, damit es etwas bringt? In der Regel einmal pro Woche, über mindestens sechs Monate. Weniger ist möglich, aber dann ist der Effekt geringer. Mehr als zweimal pro Woche bringt erfahrungsgemäß nicht zusätzlich viel und überlastet viele Familien.
Was kostet eine Stunde? Heilpädagogisches Reiten kostet je nach Region zwischen 50 und 80 Euro pro Stunde. Details im Erstattungs-Guide.
Muss mein Kind reiten können? Nein. Reiterfahrung ist keine Voraussetzung. Viele Stunden finden ohnehin am Boden statt oder am geführten Pferd.
Mein Kind nimmt Methylphenidat. Spricht das gegen Reittherapie? Nein. Im Gegenteil, viele Kinder profitieren erst durch die Medikation überhaupt von dem Setting, weil sie es aufnehmen können. Sprechen Sie mit Ihrem KJP, ob die Stunden in einer guten Wirkzeitspanne liegen sollten.
Was, wenn das Jugendamt die Eingliederungshilfe ablehnt? Sie haben vier Wochen Zeit für einen Widerspruch. Mit einer ausführlichen fachärztlichen Begründung sind die Erfolgsaussichten in vielen Fällen gut. Mehr dazu im Erstattungs-Guide.
Was ich Ihnen mitgeben möchte
Ich erlebe Eltern, die so erschöpft sind, dass ihnen jeder neue Tipp wie eine weitere Last vorkommt. Wenn Sie hier gelandet sind, weil Sie verzweifelt nach einem Strohhalm suchen, atmen Sie kurz durch. Reittherapie ist kein Wundermittel, aber sie ist für viele Kinder eine echte Bereicherung. Für viele ist sie ein Baustein unter mehreren. ADHS bleibt, doch ein stabiles Selbstbild und ein vertrautes Verhältnis zu Tieren können Kinder über Jahre tragen.
Was hilft, ist nicht eine einzelne Therapie. Was hilft, ist eine Familie, die nicht aufgibt, und ein Umfeld, das das Kind nicht nur als seine Diagnose sieht. Reittherapie kann ein Teil dieses Umfelds sein.
Weiterführend
- Wer zahlt die Reittherapie?: Erstattungs-Guide mit Schwerpunkt Eingliederungshilfe Paragraph 35a
- Glossar der Disziplinen: Unterschied Hippotherapie, Heilpädagogisches Reiten, Reittherapie
- Reittherapeuten finden: Verzeichnis mit Filter "Indikation ADHS"

Hinweis
Dieser Artikel ist eine fachliche Erfahrungsdarstellung und ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder rechtliche Beratung. Bei medizinischen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychiater.
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